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Was bedeutet das Konzept des „Situationsansatzes“ in elementaren Bildungseinrichtungen?

Das pädagogische Konzept des „Situationsansatzes“ wurde in den 1970er Jahren entwickelt und verfolgt das Ziel, Kinder unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft darin zu unterstützen, ihre Lebenswelt zu verstehen und selbstbestimmt, kompetent und verantwortungsvoll zu gestalten.

Der Situationsansatz (SA) ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet:

  • Der SA geht davon aus, dass Kinder in der Lage sind, ihre Entwicklung aktiv zu steuern. Sie haben von Anfang an Kompetenzen, um ihre Umwelt altersgemäß zu beeinflussen und zu gestalten.
  • Die gesamte pädagogische Arbeit bezieht sich auf die übergeordneten Ziele „Autonomie, Solidarität, Kompetenz“.
  • Kinder können in realen Handlungszusammenhängen Wissen erwerben.
  • Lernen im SA bedeutet, dass Kinder selbstbestimmt forschen, experimentieren und entdecken. Soziales und sachbezogenes Lernen werden verbunden.
  • Der Bezug zur Lebenssituation der Kinder, Altersmischung, Öffnung nach außen, Gemeinwesenorientierung, Integration, interkulturelles Lernen sind zentrale Dimensionen im SA.
  • Pädagogen/-innen suchen aus beobachteten Situationen Bildungsinhalte heraus und bereiten sie methodisch vor. Sie schaffen in diesem Zusammenhang aber auch Freiräume für selbstbestimmtes Handeln der Kinder.