Seite Drucken

Wie kann ein Kind optimal auf den Eintritt in eine elementare Bildungseinrichtung vorbereitet werden?

Der Übergang von der Familie in die Kindertagesstätte oder einen Kindergarten stellt für ein Kind eine große Herausforderung dar, da es mit vielen neuen Situationen konfrontiert wird. Nicht nur die Pädagogen/-innen sind für das Kind neu, sondern auch die vielen anderen Kinder in der Gruppe. Zudem kann die Trennung von den Eltern für das Kind für einige Stunden am Tag eine Belastung darstellen. Je nach Entwicklungsstand brauchen Kinder für die Bewältigung des Einstiegs in den Kindergarten unterschiedlich lange.
Vorteilhaft ist, wenn Eltern die zukünftige vorschulische Einrichtung mit ihrem Kind so früh wie möglich kennenlernen. So kann beispielsweise im Erstgespräch mit dem/der Pädagogen/-in bereits geklärt werden, wie die Eingewöhnungsphase verläuft und welches pädagogische Konzept Verwendung findet. Wichtig ist, dass Eltern den Pädagogen/-innen möglichst viele Informationen über die Familiensituation, vergangene Erlebnisse, Krankheiten und „Eigenheiten“ des Kindes mitteilen, so dass diese bereits bei der Gestaltung der Eingangsphase berücksichtigt werden können. Kinder können sich an neu gestellte Aufgaben voller Zuversicht heranwagen, wenn Eltern bzw. Bezugspersonen ihnen als sicherer Hafen zur Verfügung stehen.
Der Einstieg in eine Kindertagesstätte bzw. einen Kindergarten fällt einem Kind im Regelfall umso leichter, je selbstständiger das Kind alltägliche Dinge – selbstständig an- und ausziehen, weitgehend eigenständiger Besuch der Toilette usw. – verrichten kann. Zu berücksichtigen ist, dass in der Eingewöhnungsphase, wenn möglich, keine zusätzlichen belastenden familiären Veränderungen (z.B. Trennung der Eltern, Wohnungswechsel, Geburt eines Geschwisters, Wechsel des Arbeitsplatzes eines Elternteils usw.) eintreten sollten.